Mazedonische Gajda

1. Beschreibung

Die Gajda besitzt eine zylindrisch gebohrte Spielpfeife mit einem einfachem Rohrblatt. Ein Daumenloch, über den sechs vorderständigen Grifflöchern ist das sogenannte Flohloch angeordnet, ein sehr kleines Griffloch, in das ein Federkiel eingesetzt ist, der die Öffnung bis zur gegenüberliegenden Seite der Innenbohrung in das Daumenloch verlängert. Am unteren Ende der Spielpfeife ist ein kleiner Schallbecher aus Horn angesetzt. Der Spielpfeifenstock ist ebenfalls ein Hornstück. Die Bordunpfeife ist zylindrisch mit Einfachrohrblatt, das Holz ist zumeist reich mit Drechselarbeit verziert. Als Sack dient ein Schafbalg, in dessen Vorderläufe Spielpfeifenstock und Blaspfeife und in dessen Hals der Bordunpfeifenstock eingebunden sind.

2. Abbildungen

3. Stimmung und Tonumfang

Die Spielpfeife ergibt in etwa eine Dur-Tonleiter, wobei die Tonika auf dem Dreifingerton liegt (hier B). Die Griffweise ist weitgehend geschlossen.

Durch Öffnen des Flohloches können folgende Töne erreicht werden:

Stimmung der Bordunpfeife:

4. Tonbeispiele

Hörbeispiel Mazedonische Gajda