Northumbrian Smallpipes

1. Beschreibung

Die Northumbrian Smallpipes gehören zu den leisen Sackpfeifen. Man kann ihre Entwicklung wohl auf die französische Musette de Cour zurückverfolgen. Dieses Instrument ist im Norden Englands beheimatet, genauer in der Region Northumberland an der Grenze zu Schottland, und ist dort ebenso hoch angesehen wie die schottische Great Highland Bagpipe. Aufgrund ihrer geringen Lautstärke und ihres Tonumfangs sind sie jedoch gut geeignet zum Zusammenspiel mit anderen Instrumenten wie Geigen, Flöten und Zupfinstrumenten.

Die Spielpfeife der Northumbrian Smallpipes ist zylindrisch gebohrt und mit einem Doppelrohrblatt versehen. Sie verfügt über sieben Grifflöcher und ein Daumenloch. Das am häufigsten verwendete Instrument ist darüberhinaus mit sieben Klappen zur Erweiterung des Tonumfangs ausgestattet, es gibt aber Instrumente mit bis zu siebzehn (!) Klappen.
Üblich sind vier Bordunpfeifen in einem gemeinsamen Stock, die über dem rechten Arm des Spielers liegen. Jede Bordunpfeife kann einzeln ein- und ausgeschaltet werden, so daß verschiedene Bordunkombinationen möglich sind. Einige Instrumente verfügen auch über Umstimmvorrichtungen an den Bordunpfeifen.
Wie bei den britischen Sackpfeifen üblich, wird der Luftsack aus Leder genäht. Die Northumbrian Smallpipes werden ausschließlich mit Balsebalg gespielt.

2. Abbildungen

 

3. Stimmung und Tonumfang

Musik für die Northumbrian Smallpipes wird immer in G notiert, obwohl es auch Instrumente mit dem Grundtönen F, D und C gibt.

Das Standardinstrument mit sieben Klappen verfügt über folgende zusätzliche Töne:

Die Stimmung der Bordunpfeifen. Die zweite Variante zeigt die häufig anzutreffende Möglichkeit, den tiefen G-Bordun auf A umzustimmen; der hohe G-Bordun wird dann ausgeschaltet:

4. Tonbeispiele

Hörbeispiel von Northumbrian Smallpipes

5. Weiterführende Informationen