Great Highland Bagpipe

1. Beschreibung

Schottland ist sicherlich nicht die Urheimat des Dudelsacks. Die heutige weltweite Beliebtheit des schottischen Dudelsacks, der Great Highland Bagpipe (GHB), verdankt dieser wohl in erster Linie der Verbreitung über die schottischen Regimentskapellen in alle Teile des britischen Empires. Nichtsdestoweniger ist die GHB heute die am meisten gespielte aller Sackpfeifen, und man kann es dem unbedarften Bürger nicht verübeln, wenn er Dudelsackmusik zunächst einmal mit Schottland gleichsetzt.
Die Great Highland Bagpipe hat den Status eines klassischen Instrumentes, in dessen Musik es eindeutige und z.T. komplexe Regeln gibt, die erlernt werden müssen. In vielerlei Wettbewerben und Meisterschaften können die Musiker ihre Qualitäten beweisen.

Als Mitglied der westeuropäischen Sackpfeifenfamilie hat die GHB eine konische Spielpfeife mit Doppelrohrblatt, sieben vorderständige Grifflöcher und ein Daumenloch. Die drei Bordunpfeifen stecken jede in einem eigenen Stock, wobei der Baßbordun über der Schulter des Spielers liegt und die beiden Tenorbordune mit einer Kordel an den Baß gebunden sind und sich fächerartig ausbreiten. Für die Pfeifen wird heute fast ausschließlich Grenadill verwendet, die Spielpfeife kann bei billigeren Instrumenten aber auch aus Kunststoff (Polypenco) sein. Die Blaspfeife ist auffallend lang. Der Sack ist aus genähtem Leder, heutzutage auch oft aus Goretex (Canmore-Bag), und wird mit einem Stoffbezug, häufig mit Tartanmuster, bekleidet.

2. Abbildungen

Great Highland Bagpipes

3. Stimmung und Tonumfang

Der Grundton wird traditionellerweise als A bezeichnet und wird, je nach Hersteller und Modell, auf 457 bis 463 Hz gestimmt, ist also deutlich höher als der Kammerton. Die Tonleiter hat verglichen mit der reinen Durtonleiter eine erhöhte Quart und eine erniedrigte Sept.

Stimmung der Bordunpfeifen:

Grifftabellen

4. Tonbeispiele

Hörbeispiel einer Great Highland Bagpipe