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THEMA: Schotten Chanter 440Hz in A für Marktsack

Re: Schotten Chanter 440Hz in A für Marktsack 6 Jahre 6 Monate her #7

  • ChrisK
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Hi Claus,

Logischerweise ist ein Schottenchanter in 440Hz näher an einer MA Spielpfeife, aber er hat immer noch die schottische TONLEITER! Und die ist nun mal anders als die für MA Säcke.
Schotten spielen in einer mixolydischen Tonleiter auf A, MA säcke auf einer dorischen.

Du hättest also nicht die gleichen Töne zur Verfügung. Und das lässt sich auch nicht einfach per Tape anpassen.

Jetzt kann man das vielleicht noch ignorieren wenn man nur alleine spielt und wenig Wert auf saubere Intonation legt, aber zusammen mit anderen MA Säcken kannst Du nicht spielen.

Gruß Christoph
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Re: Schotten Chanter 440Hz in A für Marktsack 6 Jahre 6 Monate her #8

  • Juesterduester
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> Hi Claus,
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> Logischerweise ist ein Schottenchanter in 440Hz näher an einer MA Spielpfeife, aber er hat immer noch die schottische TONLEITER! Und die ist nun mal anders als die für MA Säcke.
> Schotten spielen in einer mixolydischen Tonleiter auf A, MA säcke auf einer dorischen.
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> Du hättest also nicht die gleichen Töne zur Verfügung. Und das lässt sich auch nicht einfach per Tape anpassen.
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> Jetzt kann man das vielleicht noch ignorieren wenn man nur alleine spielt und wenig Wert auf saubere Intonation legt, aber zusammen mit anderen MA Säcken kannst Du nicht spielen.
>
> Gruß Christoph

Hallo!

Wenn der Chanter auf 440 Hz gestimmt ist, besteht der Unterschied zwischen der dorischen Skala der Marktsäcke und der Mixolydischen Skala der GHB an einer Stelle: Der Terz (Cis statt C). Da viele Marktklassiker außerdem in Moll gespielt werden, muss man sich noch über die Sexte (Fis statt F) Gedanken machen. Beide Probleme lassen sich durch Gabelgriffe lösen, welche aber nicht zwangsläufig stabil sein müssen. Sehr gute Ergebnisse hat aber die Band Capud Draconis (siehe hier: ) erziehlt, die einen solchen Weg gegangen sind. Derartige Pfeife werden auch von dem sehr kompetenten Dudelsackbauer Patrick Kraft gebaut. Ob man den Klang mag, muss jeder für sich entscheiden: Es handelt sich hier weder um den breiten Sound einer old-school Marktsackpfeife, noch um den schwebenden, stechenden Sound eines Schottensacks - sondern eben etwas dazwischen. Außerdem sind bedingt durch die verschiedenen Griffweisen die Lautstärkenverhältnisse der verschiedenen Töne untereinander anders als beim Marktsack.

Wie bereits erwähnt, stellt so etwas ähnliches auch Arno Eckhard her - allerdings in Französischer Griffweise. Diese Pfeifen klingen auch sehr, sehr toll, sehen wirklich schön aus und das oben angesprochene Terz-Problem kann hier auch mit einem zweiten Daumenlock gelöst werden.

Am besten also bei beiden Dudelsackbauern mal vorbeischauen und selbst ein Bild von Klang und Möglichkeit solcher Instrumente machen - es lohnt sich wirklich!
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