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THEMA: Güntzel/Stecker/Fischer/Santala

Re: Güntzel/Stecker/Fischer/Santal​a 6 Jahre 5 Monate her #19

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> Um das ganze noch komplizerter zu gestalten, mir wurden jetzt noch die Säcke von Arno Eckhart
> empfohlen, kennt den jemand?

... ja. Arno baut mit großer Sorgfalt und in sehr guter handwerklicher Qualität exzellente Instrumente, vielleicht das beste, was es auf dem Marktsackmarkt gibt, allerdings hat diese Qualität auch ihren Preis. Sehr nett ist er obendrein und hat eine Menge Ahnung von all den vielen Facetten des Dudelsackbaus.
Es ist mir klar, daß Studenten nicht so gut bei Kasse sind (ich war selbst mal einer und kenne immer noch einige), aber manchmal lohnt sich dann doch die Überlegung, vielleicht ein bisschen länger zu sparen.

> Die Vorzüge der eigenen Instrumente und das schlechtreden der anderen ist ja Grunde das selbe
> und geht im gleichen Atemzug, natürlich hat er aufgezählt warum seine Instrumente besser sind.

... ein bisschen mehr Differenzierung hätte ich mir von einem angehenden Philosophen schon erwartet :-) Obwohl: In dieselben Fluten steigen wir und steigen wir nicht, wir sind es und sind es nicht. :-)
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Re: Güntzel/Stecker/Fischer/Santal​a 6 Jahre 5 Monate her #20

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Ich kann es mir nicht ganz vorstellen, dass Herr Santala andere Dudelsackhersteller (Fischer) schlechtredete und bin/wäre/würde hier mehr vorsichtiger zu sein, was Andere über Andere so äußern. Hat aber nichts mit dem Berufsstand oder Fortbildungsstand (eines Forumsmitglied) zu tun, ob jemand ein Philosoph-Student,... oder was auch immer ist. Aber ich denke, es ist Herrn Santalas sein Recht, Sackpfeifen zu den Preisen anzubieten, die er für richtig hält. Es ist schon möglich, dass Herr Santala vor Wut über einem Sackpfeifenclub-Mitglied, etwas aus dem Gleis geraten ist, und dementsprechend geäußert haben könnte. Naja, es gibt wahrscheinlich auch unter Sackpfeifern mal Ausrutscher....., die unter Umständen schon mal im falschen Ton über Dinge gesprochen haben, dasselbe gilt auch zu erkunden, in welchen Ton Herr Santala überhaupt gesprochen hatte. Ich könnte mir vorstellen, das Sackpfeifenclub-Mitglied hatte seine Meinungen darüber (Fischer gegen Santala) ein bißchen unglücklich herübergebracht/formuliert. Schließlich, wenn ich es richtig verstanden habe, ist Herr Santala aus der Schweiz und der/die Interessent/in aus Deutschland?? - da liegen Welten dazwischen, bezüglich der Preise. Wenn nicht, liegen trotzdem Welten dazwischen.

Andererseits, als Beispiel; wäre auch Unklug in einem Steinway-Haus(Geschäft) einem Verkäufer ständig über einen Konkurrenzprodukt Bösendorfer aus Österreich dessen Preisvorzüge (dass er billiger ist als Steinway und besser klingt usw.) und hier kanns dann auch schon mal passieren, dass der Steinway-Verkäufer völlig genervt, gestresst nur mehr über die Nachteile von Bösendorfer-Flügeln (Klaviere) spricht und das Beratungsgespräch kann unter Umständen nicht mehr sachlich weiter gehalten werden. Die Frage ist, in welchem Umgangston spricht er nun jetzt??! Er kann Dinge ganz natürlich, ruhig (reden) oder auch ganz energisch und zurückweisend (egoistisch) über die Konkurrenzfirma herfallend sprechen.

Nun ich hatte mal in Erfahrung gebracht, durch Briefwechsel mit einer Band, dass Güntzel sehr laut sind und sie/er für ihre/seine Bandauftritte verwenden, und andere Bands bevorzugen wiederum eine andere Dudelsackmarke. Ebenso kann man mit einem Stecker-Sack, ,... gute Erfahrungen machen - Grundsätzlich sind Viele, wie Fischer, Eckhardt, Pawlat, usw., bestimmt auch Santala, hervorragende Meister ihres Fachs.

Das sind meine Erfahrungswerte durch Lesen, Anschreiben hier und dort, und nur meine Meinungen dazu. Vorort Ausprobieren ist immer am Besten. Die Reihenfolge der Sackpfeifenhersteller im vorletzten Absatz habe ich ganz willkürlich aus der Luft gegriffen gewählt und soll bitte nicht als Vorliebe für die Erstgenannte Dudelsackmarke verstanden werden.




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Re: Güntzel/Stecker/Fischer/Santal​a 6 Jahre 5 Monate her #21

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Wer hier was über wen gesagt hat ist ja im Grunde nicht so wichtig, womöglich hat sich der eine andere, oder ich oder sonst wer, mal unglücklich ausgedrückt, kommt vor, ich entschuldige mich falls ich irgendwem Unrecht getan habe.
Worum es hier im Grunde geht ist in Erfahrung zu bringen wessen Sackpfeifen zu empfehlen sind oder eben nicht. Und es scheint mir der Grundton deutet darauf hin dass alle hier genannten Empfehlenswert sind, und dass alle ihre eigenen Vorzüge gegenüber anderen haben. Ich danke allen recht herzlich dass ihr eure Erfahrungen und euer Wissen mit mir geteilt habt und werde dank dem nun eine informierte und überlegte und vor allem breit abgestützte Entscheidung treffen können.
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Re: Güntzel/Stecker/Fischer/Santal​a 6 Jahre 5 Monate her #22

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Also ich würde dann heir noch den Stecker mit ins Getümmel werfen. Bei ihm ist von Vorteil, dass man sich per nettem Nachfragen ein Leihinstrument beordern kann, mit dem man erstmal überprüfen kann, ob das Dudelsackspiel wirklich was für einen ist. Für das Ganze nimmt er in etwa 20-30€ für drei Monate. Gerade wenn mane twas knapp bei Kasse ist, sollte man so eine Chance ergreifen. Auch vom Service her ist Klaus absolut cool drauf, auf Fragen findet er eigentlich immer eine Antwort und ein netter Gesprächspartner ist er ohnehin.

Auf www.klaus-stecker.de findest du seine Adresse und Telefonnummer, bei Gelegenheit kannste dich ja mal bei ihm melden.
Mfg Hannes
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Re: Güntzel/Stecker/Fischer/Santal​a 6 Jahre 4 Monate her #23

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Frage 10 Dudelsackspieler und du wirst 10 verschiedene Antworten bekommen.

Es gibt eben nicht DAS Instrument das für jeden passt. Ich mag es wenn die Säcke mehr richtung GHB klingen, z.B. Radulf, Günzel, etc, manch einer mag mehr einen etwas "orientalischeren" Klang, der ist mit einem Ross, Stecker wesentlich besser bedient.
Optische vorlieben hat auch jeder ziemlich individuell, der eine will nen Grammophontrichter, der andere lieber nen Strohhalm als Bordun. Auch da gibt es unterschiede.

Probespielen heist das Zauberwort!

Der Preis ist da eigentlich fast schon nebensache, da es bei den renomierten Sackbauern kaum unterschiede gibt.

Lg
Karotte
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Re: Güntzel/Stecker/Fischer/Santal​a 6 Jahre 4 Monate her #24

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Na ich weiß nicht. Solche und ähnliche Diskussionen habe ich früher schon anderenorts gesehen. Da war das "zentrale Element" ein anderer unbekannter Marktsackbauer, der von einigen Diskussionsteilnehmern unheimlich in den Himmel gelobt und so oft wie möglich erwähnt wurde. Ich durfte mal über 6 bis 7 Ecken einen (weit gereisten, d.h. von einer Hand in die nächst und übernächste und über-übernächste gewanderten Sack dieses Dudelsackbauers spielen und der war alles andere als klasse.

Ich würde unbekannte Dudelsackbauer nicht gererell schlecht machen aber einige davon sind es tatsächlich und deshalb kann ich nur zur Vorsicht raten.

Bei einem solchen Dudelsackbauer sollte oberstes Gebot sein, den Sack vor dem Kauf probespielen zu dürfen. Stecker & Co. bieten diesen Service generell an aber bei denen ist das Risiko auch nicht so groß. Wenn Dir der Sack von so einem renommierten Hersteller nicht zusagt, kannst Du ihn im Zweifelsfall immer noch ohne große Verluste verkaufen.

So, mal zu meiner persönlichen Topliste der Marksackbauer, vielleicht als kleine Orientierungshilfe:

Platz 1
Einsam und verlassen an der Spitze steht Arno Eckardt. Warum? Weil da so ziemlich alles stimmt. Druck ist moderat, Luftverbrauch ist gering, die Mensur ist super und sowohl Spielpfeife als auch die Bordune laufen sehr stabil. Außerdem stimmen Arnos Säcke (was nicht selbstverständlich ist).

Platz 2
Klaus Stecker. Allerdings solltest Du bei den lauten Säcken beachten, daß Steckersäcke vieeel Druck brauchen. Sonst wie oben.

Platz 3
Steffen Fischer
Auch ein Dudelsackbauer mit viel Erfahrung, bei dem die Säcke stimmen.

Platz 4
Stevo'klad (Fabula)
Optisch etwas eigenwillig aber total super und zuverlässig. Kurze, gut greifbare Mensur.

Bei einigen anderen Dudelsackbauern stimmen die Spielpfeifen nur, wenn man sich die Töne zurecht drückt oder ein paar mal nachstimmen läßt. Bei einigen lassen sich kaum bis gar keine Halbtöne spielen. Darauf solltest Du achten.
Was auch nicht ganz unwichtig ist: Standart-Schottenreeds. Außer Fischer bauen alle o.g. Sackpfeifenbauer ihre Spielpfeifen für normale Schotten-Rohrblätter (bei Stecker gilt das nur für die lauten). Damit gibt es keine Probleme bei der Nachbeschaffung neuer Reeds und man ist nicht an einen Händler gebunden.

Edit:
Bevor das hier mißverstanden wird: Es gibt, außer den oben genannten, mit Sicherheit noch eine ganze Reihe anderer, sehr guter Marktsackbauer. Ross soll sehr gut sein und Pawlat sowieso - um nur einige zu nennen. Nur: Dazu kann ich nichts sagen weil ich noch nie einen ihrer Säcke spielen konnte.

Und dann gibt es noch ein paar sehr sehr gute private Dudelsackbauer. Einer wäre hier besonders erwähnenswert aber ich verkneife es mir, weil er nur für Bandkollegen und Freunde baut.







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