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THEMA: Schäferpfeife in B?

Schäferpfeife in B? 6 Jahre 4 Monate her #1

  • Bodenvase
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Also erstmal Hallo, ich bin neu hier, blabla...

und möchte wissen, ob jemand von einem Dudelsackbauer weiß, der eine Schäferpfeife mit der Bordunstimmung B-f baut oder gar selbst Erfahrungen mit einem solchen Instrument hat.

Im Moment spiele ich einen "Franzosenschäfer" von Tille. Allerdings bin ich erstens mit der Qualität des Instrumentes nicht mehr zufrieden und zweitens spiele ich darauf hauptsächlich Volkslieder und Renaissancemusik, wobei ein Großteil meines "Repertoires" nur in C-Dur spielbar ist, also mit den G-Bordunen auf der Quinte, woran ich mich vermutlich niemals gewöhnen werde.

Im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten geht es noch, aber sobals keiner mehr den "richtigen" Grundton spielt macht es keinen Spaß.

G-Dur dagegen kann ich zum Beispiel in meiner Renaissancegruppe praktisch nicht einsetzen, weil die Bassinstrumente in F mit ihrer mäßig stabilen Chromatik dann schon Probleme kriegen.

Vor kurzem habe ich etwas im Prätorius gestöbert und habe die Erkenntnis gewonnen, dass die dort beschriebene Stimmung der Schäferpfeife mit Bordunen im Quintabstand und einer um einen Ton tieferen Spielpfeife meinen Bedürfnissen sehr entgegen kommen würde.

Also: Wer baut so etwas (am besten nicht zum ersten Mal)?
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Re: Schäferpfeife in B? 6 Jahre 4 Monate her #2

  • stephan
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Hallo,

im Artikel http://www.sackpfeifenclub.org/php/show.php?menuid=3&sub=32&docid=198 beschreibt der Engländer John Tose die Rekonstruktion der Schäferpfeife nach Praetorius in B/F-Stimmung. Das hilft Dir zunächst mal nicht weiter, aber vielleicht kannst Du mal mit John Kontakt aufnehmen. Es war sicher nicht seine erste Sackpfeife und vielleicht kann man ihn auch zur Produktion überreden...

Stephan
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Re: Schäferpfeife in B? 6 Jahre 4 Monate her #3

  • mick
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Soweit mir bekannt ist, hat John Tose seine Sackpfeifenbau-Aktivitäten zumindest weitestgehend eingestellt.
Nochmal - zum besseren Verständnis: möchtest Du eine Spielpfeife in F, auf welcher Du B plagal spielst, oder eine Spielpfeife in B authentisch? Im ersteren Fall würde ich dazu raten, den B-Bordun auf C umstimmbar zu machen, damit Du zumindest die Möglichkeit hast, auch in F zu spielen.
Ich bin sicher, dass Andreas Rogge so etwas machen kann, und bestimmt auch manche anderen Dudelsackbauer.
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Re: Schäferpfeife in B? 6 Jahre 4 Monate her #4

  • Markus3
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Dass Problem liegt schon bei den F Instrumenten wie z.B. Pommern u.ä.
Die meisten Stücke sind dann F Dur, G Dorisch/moll oder eben B Dur, ich hatte dasselbe Problem, am besten wäre ein F Chanter, mit F oder B Bordun, beide mit umstimmer,
oder Abschalter. Ist halt nicht optimal, ich habe darum meist mehrere Spielpfeifen zum tauschen.
Ich spiele einen B Sack von Andreas, allerdings ist B schon recht hoch, also auch ziemlich laut.
Einen Preatorius Sack hab ich mal bei Wout Vanloffelt gesehen, der baut sowas in alln Tonarten.
Grüsse markus3
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Re: Schäferpfeife in B? 6 Jahre 4 Monate her #5

  • TomasSauer
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> Also: Wer baut so etwas (am besten nicht zum ersten Mal)?

.. Helmut Mossmann baut seine Dürers auch in F. Die Bordune sind in F/G und b/c, also Quintbordune für F authentisch (die Spielpfeife ist mit Leitton, also e ganz unten, nicht es), Quartbordune für B plagal (klingt wirklich cool) und G-Bordun solo für G-dorisch (wobei ich da dann lieber auf einen G-Sack wechseln würde).
Das ist eigentlich ziemlich perfekt für Renaissancemusik, auch den Klang finde ich recht schön und "passend" dafür.
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Re: Schäferpfeife in B? 6 Jahre 4 Monate her #6

  • Dudelmusik
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Hallo,
ich finde Reinhard Zielonka gut (dudelsackbau.reinhard-zielonka.de/).
Er baut auf Wunsch Säcke in verschieden Tonarten. Aktuell hat er meine beiden Säcke, einen in B und einen in F, die er beide gebaut hat, zur Inspektion. Ich kann dazu wenig sagen, er sicherlich alle Details.
Bei Interesse empfehle ich ihn einfach anzurufen.

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