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THEMA: die richtige Sackpfeifenwahl

die richtige Sackpfeifenwahl 6 Jahre 3 Monate her #1

  • amagra
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Hallo Zusammen

Ich war vor 2-3 Jahren schon ein paar mal hier im Forum unterwegs, seit dann ists aber ruhig um mich geworden.

zu Meinem anliegen:

Ich spiele seit gut 9 Monaten Hümmelchen. Dies auch in einer MA Band.
Die Stimmung ist dabei meist in Dm (D Bordun).
Dieses Jahr haben wir erstmals im freien gespielt und müssen sagen, ein Hümmelchen ist viel zu leise. Auch wenn es sich nur gegen eine Bouzouki und leise Trommeln durchsetzen muss.
Die Idee laute Sackpfeifen zu verwenden ist auch schon seit längerem im Gespräche.
Dabei will ein Mitglied unserer Truppe einen A-Sack kaufen. Ich selber bin noch ein bsichen Unentschieden. Meine Hintergedanken:
- die bisher mit dem Hümmelchen gespielten Melodien müssten transponiert werden, was wahrscheinlich wiederum einfluss auf den Gesang hätte. Also lieber eine Sackpfeife in Stimmung C/D.
- Marktsäcke sind recht eingeschränkt im Tonumfang (chromatik), eventuell Schäferpfeife besser geeignet? Wenn ja, auch in C/D? Hier weiss nich nicht, ob sich die Schäferpfeife Lautstärkentechnisch gegen einen A-Sack dersetzen kann.
(eine neue Griffweise für die Schäferpfeife nehme ich mit gemischten Gefühlen hin. Wenn ich dadurch eine chromatik erreichen kann, werde ich mir die Zeit lernen nehmen)
- Dann natürlich das Zusammenspiel von einem C/D und G/A instrument. Rein theoretisch dürften sich D und A Bordunen ja nicht schneiden, oder leige ich da falsch?

Damals vor 2-3 Jahren habe hier mal gelesen, mal solle die Sackpfeife anhand der gewünschten Zielmusik wählen und nicht Anhand des Klanges. ist da was dran?
Was würdet ihr mir empfehlen?
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Re: die richtige Sackpfeifenwahl 6 Jahre 3 Monate her #2

  • gowest
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Hallo,

ich denke mal das eine Schäferpfeife leiser als ein Marktsack ist. Du solltest erstmal über die Lautstärke die Du brauchst/willst nachdenken.

Dann würde ich auf keinen Fall ein Instrument gebraucht kaufen, weder ebay noch sonst wo.

Es gibt einige gute Sackpfeifenbauer. Schau auch mal ins Sackpfeifenbau.de Forum. Dort ist der Arno Eckhardt, ich finde seine Instrumente ziemlich gut, sowohl klanglich als auch optisch. Dann gibts noch, Rogge, Fischer oder Güntzel. Ich würde mal den Arno fragen, der kennt sich ziemlich gut aus und vielleicht bekommst du die Möglichkeit mal ein Instrument Probe zu spielen.

Du kannst aber das was Du bisher auf dem Hümmelchen gespielt hast auch auf den Marktsack oder Schäferpfeife transponieren.

Viel Glück bei deinem Vorhaben


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Re: die richtige Sackpfeifenwahl 6 Jahre 3 Monate her #3

  • Bodenvase
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Hallo


> - die bisher mit dem Hümmelchen gespielten Melodien müssten transponiert werden, was wahrscheinlich wiederum einfluss auf den Gesang hätte. Also lieber eine Sackpfeife in Stimmung C/D.

Wenn du die Tonart beibehalten willst kämen eine Schäferpfeife in D (gibt es vereinzelt auch in offener Griffweise), ein Marktsack in D oder ein großer Bock (z.B. von Jürgen Ross) in Frage. Der große Bock hat natürlich eine sehr auffällig tiefe Lage, was nicht jedermanns Sache ist und ist nicht besonders laut.


> - Marktsäcke sind recht eingeschränkt im Tonumfang (chromatik), eventuell Schäferpfeife besser geeignet? Wenn ja, auch in C/D? Hier weiss nich nicht, ob sich die Schäferpfeife Lautstärkentechnisch gegen einen A-Sack dersetzen kann.

Es gibt insbesondere bei den leisen Marktsäcken welche, deren Chromatik fast an die des Hümmelchens heranreicht, außerdem gibt es Säcke mit Doppellöchern.
Von der Lautstärke her kommt es darauf an: Ein eher leiser Marktsack und eine kräftige Schäferpfeife können gut ausgewogen zusammenspielen, normalerweise ist der Marktsack aber zu laut. Allerdings ist diese Kombination unüblich, weil Schäferpfeifen üblicherweise nicht in A stehen, sondern in G.

> - Dann natürlich das Zusammenspiel von einem C/D und G/A instrument. Rein theoretisch dürften sich D und A Bordunen ja nicht schneiden, oder leige ich da falsch?

Bordune in D und A reiben sich theoretisch dann, wenn die Grundtonart A sein soll. Das heißt wenn der Marktsack die Haupt-Melodie spielt, hängt ständig die Quarte (D) zum Grundton (A) in der Luft und das ist ziemlich dissonant.
D als Grúndton zu Verwenden dürfte normalerweise nicht gehen weil der Marktsack keine D-Skala spielen kann.

Also wenn du mit einem A-Marktsack zusammenspielen willst brauchst du entweder auch ein solches Instrument,
oder einen Marktsack in e (kann Probleme mit der Chromatik ergeben)
oder einen Marktsack oder eine laute Schäferpfeife mit einer Spielpfeife in d und Bordunen in D (beim Zusammenspiel ausschalten) und A. Damit könntest du, einige Kompromisse in der Stimmung der Spielpfeife vorausgesetzt, zweite Stimmen spielen und ebenso in D solieren.






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Re: die richtige Sackpfeifenwahl 6 Jahre 3 Monate her #4

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Ich denke das Schäferpfeife für Euch am sinnvollsten wäre. Neben einem Marktsack hört man normalerweise keine Bouzouki, keinen Gesang und auch keine leise Trommel.
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Re: die richtige Sackpfeifenwahl 6 Jahre 3 Monate her #5

  • hesse67
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> Ich denke das Schäferpfeife für Euch am sinnvollsten wäre. Neben einem Marktsack hört man normalerweise keine Bouzouki, keinen Gesang und auch keine leise Trommel.


Genau so ist es. Der Marktsack würde alles übertönen und ihr müsstet die Bouzouki verstärken.
Allerdings bieten Fischer und auch Dominik Pawlat einen etwas leiseren Marktsack an, der ungefähr mit der Schäferpfeife vergleichbar ist von der Lautstärke her.
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Re: die richtige Sackpfeifenwahl 6 Jahre 3 Monate her #6

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Es kommt imho einfach drauf an, was ihr an Musik spielen wollt... Offenbar ja Marktmucke, demnach würde ich euch einen leisen Marktsack in A ans Herz legen.
Grifftechnisch entspricht das genau dem, was du auf dienem Hümmelchen machst, du musst also nicht eine Sekunde umdenken. Lediglich Druck und der Abstand der Tonlöcher sind anders...und natürlich der Klang....

MfG Björn
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