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THEMA: Jens Güntzel MA-Sack?!

Jens Güntzel MA-Sack?! 6 Jahre 3 Monate her #1

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Grüße,

habe seit ca. einem Jahr ein Hümmelchen und spiele schon lange mit dem Gedanken mir einen MA-Sack zu kaufen.
Nun meine Frage, habt ihr schon Erfahrungen mit Güntzel Säcken gemacht? Wenn ja, sind sie zum empfehlen?

Und, als ich mal die Preisliste von ihm angeschaut hat, wurde ich leicht verwirrt - habe leider keine Ahnung, was genau mit Quint/Bass/Oktavbordun gemeint ist, und welche Stimmung sich am besten für "normale" Marktmusik eignet?!

Danke schonmal im vorraus! ;)
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Re: Jens Güntzel MA-Sack?! 6 Jahre 3 Monate her #2

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Ich kann dir nix zu Güntzelsäcken sagen, aber die Bordun- und Stimmungsfrage kann ich beantworten.

Die übliche Stimmung für Marktsäcke ist A. Andere, weniger verbreitete Stimmungen sind D und E. Alle diese Stimmungen werden in verschiedenen Tonlagen gebaut. Wichtig ist, daß diese Stimmung NICHT den tiefsten spielbaren Ton des Instruments meint, sondern den zweittiefsten (den, der erklingt, wenn alle Löcher der Spielpfeife außer dem unteren Kleinfingerloch zu sind) - diesen bezeichnet man als Grundton. Darum trifft man auch die Bezeichnungen G/a, C/d und D/e an, bei denen der tiefste spielbare Ton mit angegeben ist.

Die meisten Marktsackspieler werden ein Instrument in A besitzen, und zwar in a' - das ist die Tonart und Tonlage des "Grundmodells" wie auch der zweiten der "Kleinen MIttelalterlichen Marktsackpfeifen" (die für 690 Euro). Die kleine Pfeife für 573 Euro ist das, was man gemeinhin einen "Hoch-D-Sack" nennt, also ein Sack in d''. Es gibt auch noch Tief-D-Säcke, die dann in d' sind. Ebenso gibt es den E- und den A-Sack in "hoch" und "tief", also e''/e' und a'' (auch Binioù genannt, nach einem bretonischen, sehr hohen Dudelsack) bzw. a° oder schlichtweg nur a. Die A-Säcke sind die einzigen, die in drei "Stufen" vorliegen, nämlich a - a' - a''. Wie erwähnt, ist der verbreitetste Typ der Sack in a', weswegen Güntzel ihn auch als "Grundmodell" führt. Je tiefer man kommt, desto weiter auseinander liegen die Grifflöcher und desto schwerer wird es, die Instrumente zu greifen. Wobei das natürlich auf deine Finger ankommt...

So, zu den Bordunen. Alle Marksäcke haben mindestens einen, der durchweg als "Bassbordun" bezeichnet wird. Der steht immer zwei Oktaven unter dem Grundton der Spielpfeife, bei einem a'-Sack wäre der Bass also in A, bei einem a''-Sack in a, bei einem e'-Sack in E... und so weiter. Oktavbordun bedeutet einen Bordun auf demselben Ton, nur eine Oktave höher. Üblich sind neben dem Bass bis zu zwei Bordune, wobei du mit genug Geld und Überredungskunst sicher auch ein fünfborduniges Monster bekommen kannst, das dann zwei Leute spielen müssen, um überhaupt genug Luft reinzukriegen...

Ein a'-Sack mit einem Oktavbordun hat also einen Bordun in A und einen in a; einer mit zwei Oktavbordunen hätte Bordune in A, a und a'. Der zweite Oktavbordun, den Güntzel hier und da auch "Doppeloktave" nennt, spielt also denselben Ton wie die Spielpfeife im Grundton.

Quintbordun heißt nur, daß der zweite Bordun keine Oktave höher liegt, sondern dem Namen nach halt eine Quinte. Hast du also einen a'-Sack mit Quintbordun, hat der zwei Bordune (daß der Bass dabei ist, wird immer vorausgesetzt - es gibt keine Marktsäcke ohne Bassbordun, zumindest dürfte man lange danach suchen müssen) - einer (der Bass) steht in A, der andere (der Quintbordun) in e, also fünf Töne höher. Die Frage, ob man jetzt Oktav-oder Quintbordune nehmen sollte, ist unmöglich zu beantworten - das muß jeder für sich rausfinden, was einem besser gefällt... Überhaupt kann man sich über Bordunkonfigurationen lange streiten. Von A-a-a' über A-e-a zu A-e-a' oder sonstwas ist alles drin...

Um den Kreis zu schließen: Dein erster Marksack sollte einer in a' sein. Entscheide selbst, ob du dazu gleich einen weiteren Bordun willst, und wenn ja, was für einen (Oktav oder Quint). Es hilft natürlich sehr, mal bei einem Dudelsackbauer vorbeizufahren und sich das alles zeigen zu lassen.

Das ist jetzt viel Text... aber ich hoffe, das hilft dir. Über das Für und Wider von Güntzel-Instrumenten sollen sich andere auslassen.

Schöne Grüße

David
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Re: Jens Güntzel MA-Sack?! 6 Jahre 3 Monate her #3

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>> Nun meine Frage, habt ihr schon Erfahrungen mit Güntzel Säcken gemacht? Wenn ja, sind sie zum empfehlen?

Güntzel mag man...oder man mag ihn nicht...so einfach und doch wieder verwirrend ist das.
Seine Instrumente laufen, keine Frage...Schrott produziert er nicht.
Design, Klang etc. ist absolut pers. Geschmackssache, das gefällt oder nicht. Zum Service oder pers. Kontakt kann ich nichts sagen, ich hatte noch keinen Güntzel.

Solltest du deine Frage einmal nach Dominik Pawlat umformulieren könte ich dir ausfürhlicher Antworten ;-)
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Re: Jens Güntzel MA-Sack?! 6 Jahre 3 Monate her #4

  • cornix
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Jens baut sehr zuverlässige Instrumente...hat einen super Service und ich ein netter kerl.
Das Preisleistungsverhältnis ist sehr gut...
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Re: Jens Güntzel MA-Sack?! 6 Jahre 3 Monate her #5

  • Der Kauz
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Bei Marktsack.de findest du einige Meinungen von verschiedenen guten Marktsackspielern, die ihre persönliche (!) Meinung über den Großteil der Hersteller schreiben..
hier ist der Link:

www.marktsack.de/forum/markt-bordun-musi...4d4fede74081784d1118

Wenn du meinen ratschlag haben willst, dann rate ich dir zum Arno Eckhardt (der hat nen super service!).. da kriegst du perfekt gestimmte säcke, von denen glaub ich niemand der schon mal einen angespielt hat, was schlechtes behaupten kann.. ich hab bisher nur gutes von ihm gehört =)

aber du kannst dir bei marktsack.de ja von den feedbacks der anderen selber eine meinung bilden ^^
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Re: Jens Güntzel MA-Sack?! 6 Jahre 3 Monate her #6

  • GreX
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Hey, danke für eure Antworten! ;)

Und die eine homepage ist echt super!

Ich hab jetzt mal güntzel eine mail geschrieben - bin mal gespannt wann ich eine antwort bekomme, immerhin steht auf seiner seite "Kontrolliere alle 1-2 Wochen meine mails". Find ich zwar etwas eigenartig aber naja...
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