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THEMA: Vorteile von Griffweisen

Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #13

  • mick
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Ich fühle mich nicht angegriffen, ich habe nur tatsächlich nicht verstanden, weshalb Du meintest, nicht klüger zu sein als vorher ;-)
Ich war ja auch nicht der einzige, der verschiedene Vorteile von halbgeschlossen vs offen aufgezeigt hat.
Um es nochmal kurz zusammenzufassen: die französische Griffweise bietet die Möglichkeit, viele verschiedene Tonreihen (Dur, Moll und viele Modi) sowohl auf dem Grundton wie auch als plagale Reihe auf der Quarte (ebenfalls zum Bordun harmonisch) aufbauen zu können, und das mit relativ bequemen Griffen ohne Klappen.
Des weiteren bietet sie die Möglichkeit zu hoch effektvollen Spieltechniken (Tontrennung mit dem Grundton ist nur eine davon, ob als frz. Rappel ausgeführt oder anders) mit minimalem Bewegungseinsatz - man muss niemals mehr als drei Finger synchron bewegen, und immer nur Finger derselben Hand.
Auch Stakkato-Effekte kann man erzielen, und vieles mehr.
Das alles ist mit offener Griffweise nicht oder nur unter größten Schwierigkeiten zu erreichen - es hat seinen Grund, weshalb immer mehr Gaita-Spieler zu einer halbgeschlossenen Griffweise übergehen.
Außerdem dürfte Dir als Uilleann Piper die halbgeschlossene Griffweise seelenverwandter sein als die offene...
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Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #14

  • Hugi
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Die halbgeschlossene Griffweise ist mir tatsächlich Verwandter, aber bei der Uilleann-Pipes macht sie halt auch grad offensichtlich Sinn. Deshalb kam ich ja überhaupt auf die Idee mit der französischen Griffweise.
An und für sich spricht eigentlich nichts dagegen, aber ich mache mir Sorgen, weil wir doch einige Melodien in moll spielen, die ein gewisses Tempo haben und mit dem rechten Daumen müsste ich da mächtig üben....
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Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #15

  • mick
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Sinn macht es bei anderen Dudelsäcken auch, nur ist es vielleicht nicht immer offensichtlich.
Wenn man einmal verschiedene traditionelle Dudelsäcke und ihre Griffweisen vergleicht, stellt man sehr schnell fest, dass die offenen Griffweisen stark in der Minderzahl sind (ich möchte die modernen Rekonstruktionen von Hümmelchen und Prätorius-Bock nicht als traditionelle Sackpfeifen bezeichnen) - für wirklich offen fällt mir nur die Gaita galega ein (und die wurde früher, und wird auch mittlerweile wieder immer häufiger auch halbgeschlossen gespielt), und die Zampogna (bei der keine akzentuierte Spieltechnik zum Tragen kommt, die legt einen Klangteppich unter das Melodiespiel der Ciaramella). Sicher gibt es noch ein paar andere, aber halb- oder ganz geschlossene Griffweisen überwiegen bei weitem.
Und wegen des rechten Daumens, mach Dir keine Gedanken - das geht schnell.
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Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #16

  • TomasSauer
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> und mit dem rechten Daumen müsste ich da mächtig üben....
... klar, üben zu müssen stellt einen echten Nachteil einer Griffweise dar!
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