Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA: Vorteile von Griffweisen

Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #7

  • Firunew
  • Firunews Avatar
  • Offline
  • Meisterpfeifer
  • Beiträge: 219
@Eleah: Nur, dass eben auf dem Franzosen bzw. allgemein den halbgeschlossen-französisch gegriffenen Europipes noch viele weitere Modi (eben auch mixolydisch, aber z.B. auch dorisch, ...) ebenso möglich sind, und das eben oft ohne Kompromisse, was zusammen mit echtem Dur die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten deutlich ausweitet in Richtung "normaler" Musik und Zusammenspiel mit Nichtdudelsäcken/Nichtpercussion.

Abgesehen davon, dass ich den Vergleich der Tonleiter- bzw. Modizahl relativ willkürlich finde wenn das Bezugssystem unklar ist (nur schottische Dudelsackmusik oder universell abendländische und Balkan(tanz)musik?):

Ich finde es als "Europipespieler" total ok, dass GHBs nicht so vielfältig sind wie die Franzosen/halbg. Schäferpfeifen. Dafür, das gebe ich neidlos zu, sind GHBs in ihrem Spezialbereich eindeutig viel viel besser: das mit meinen Dudelsäcken imitieren zu wollen, da komme ich nicht drauf. Die schottische ist gerade so gar nicht meine Musik, aber ein musikalisch sehr spannendes System. Wenn wir uns aber aus den ursprünglichen musikalischen Kontexten der Instrumente (trad. zentralfranzösische Tanzmusik / schottische GHB-Musik) herausbewegen, ist die Europipe ganz eindeutig vielfältiger.

Viele Grüße,

Alex
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #8

  • Hugi
  • Hugis Avatar
  • Offline
  • Neuling
  • Beiträge: 4
Vielen Dank für die vielen Hinweise, allerdings weiss ich jetzt immer noch nicht viel mehr. Ich habe bei meinem MA-Sack ohnehin ein zweites Daumenloch + div. Klappen. Ich kann mit meinem Sack also jeden Halbton sauber spielen.
Macht denn die halbgeschlossene Griffweise den Dudelsack z.B. leiser? Warum wurde die französische Griffweise nicht offen entwickelt? (ist ja einfacher zum spielen) Einzig damit die Verzierungen besser klingen?
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #9

  • udo123
  • udo123s Avatar
  • Offline
  • Neuling
  • Beiträge: 2
> Warum wurde die französische Griffweise nicht offen entwickelt? (ist ja einfacher zum spielen) Einzig damit die Verzierungen besser klingen? <
Hääh ???

Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #10

  • Markus3
  • Markus3s Avatar
  • Offline
  • Pustebalg
  • Beiträge: 41
> Vielen Dank für die vielen Hinweise, allerdings weiss ich jetzt immer noch nicht viel mehr. Ich habe bei meinem MA-Sack ohnehin ein zweites Daumenloch + div. Klappen. Ich kann mit meinem Sack also jeden Halbton sauber spielen.
> Macht denn die halbgeschlossene Griffweise den Dudelsack z.B. leiser? Warum wurde die französische Griffweise nicht offen entwickelt? (ist ja einfacher zum spielen) Einzig damit die Verzierungen besser klingen?

Mick hat es eigentlich schon gesagt, der grosse Vorteil sind die Verzierungen, was halt
das wichtigste ist bei den versch. Dudelsack Typen, ausserdem liegt der Chanter besser in der Hand.
Ich finde auch halbgeschlossen ist nicht schwerer als offen, viele Bewegungen
sind sogar einfacher, und der Chanter stimmt halt ohne Klappen bei 1 1/2 Oktaven wirklich
sehr genau.
Die verschiedenen Griffweisen sind in Ihren Ursprüngen sehr alt, man kann wahrscheinlich nicht genau sagen warum etwas so oder so entwickelt wurde, dass hatte immer mit den Klangvorstellungen zu tun, mit der Art Musik die man spielen wollte und mit den Technischen Möglichkeiten, Darum gibt es dann eben in der Französischen Musik, Rappel,
Piqotagen usw. weil es einfach mit diesen Instrumenten am besten klingt.
Lautstärke hat nichts damit zu tun, eher noch die Klangfarbe, die Schotten sind sehr laut, Französische von mittel bis leise.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #11

  • mick
  • micks Avatar
  • Offline
  • Dudelsacklegende
  • Beiträge: 390
  • Dank erhalten: 18
Es sind keine Verzierungen, sondern Spieltechniken (zumindest größtenteils), und die sind nicht optional, sondern müssen gespielt werden, damit es kein unstrukturiertes Gedudel wird... (es muss ja nicht so streng reglementiert sein wie bei den Schotten).
Halbgeschlossen ist nicht schwieriger als offen, es ist nur anderser.
Sichere Haltung, wie schon von Markus erwähnt, ist ein wichtiges Argument, ich finde es alles andere als einfach, für den zweithöchsten Ton den Daumen geschlossen zu halten, wenn vorne kein Finger dagegenhält und die Spielpfeife eine deutliche Tendenz zeigt, nach oben zu entwischen.
Wie ebenfalls von Markus erwähnt, ist die halbgeschlossene Griffweise schon sehr alt, auf etlichen alten Holzschnitten und Kupferstichenaus dem 17. - 18. Jhdt. kann man an der Hand- und Fingerstellung der Musiker eindeutig erkennen, dass sie eine Art von halbgeschlossener Griffweise spielen.
Lautstärke hat mit der Griffweise nichts zu tun, es ist möglich, eine Spielpfeife in französischer Griffweise zu bauen, die lautstärkemäßig hinter GHB oder Marktsack nicht zurücksteht.
Weshalb Du meinst, Du wüsstest jetzt immer noch nicht mehr, kann ich nicht ganz nachvollziehen - Dir sind etliche Vorteile der französischen Griffweise klargemacht worden, die Halbtöne (ohne Klappen) sind nur einer davon.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Re: Vorteile von Griffweisen 5 Jahre 11 Monate her #12

  • Hugi
  • Hugis Avatar
  • Offline
  • Neuling
  • Beiträge: 4
Hey Mick. Entschuldige wenn du dich angegriffen fühlst. Dein Beitrag war tatsächlich sehr gut enthielt für mich aber nichts neues. Das ist ja aber nicht deine Schuld :)
Die Diskussion rutschte einfach dahingehend ab, dass diskutiert wurde welche Halbtöne man bei welchen Griffweisen spielen kann, was aber nicht meine Frage war. Die letzten Beiträge waren aber sehr hilfreich. Bei der offenen Griffweise die Halbtöne zu spielen ohne die Spielpfeife richtig halten zu können ist tatsächlich ein riesiges plus für die französische Griffweise. Nicht zu vergessen der einfache Wechsel zur Quint und Oktav.

Vielen Dank für die Antworten
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Ladezeit der Seite: 0.571 Sekunden