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THEMA: Uilleann Pipe von... gute und weniger gute Bauer

Uilleann Pipe von... gute und weniger gute Bauer 5 Jahre 9 Monate her #1

  • anuk
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Hallo, ich wende mich vorallem an die "Profis" ;) Ich suche eine Uilleann Pipe (keine erfahrung) kann mir aber keine Rogge Pipe leisten, also brauch ich gute, preiswertere Alternativen :)

Ich bin über die Seite von Uilleann Obsession auf folgende Bauer gestossen:

-"Richard L. Patkós" (Link: uilleannhungary.com/index.html )

-"Michael Vignoles" (MP3: www.uilleannobsession.com/for_sale/miche...iani/01/vignoles.mp3 )

Kann mir jemand etwas zu diesen Instrumenten sagen?

Besten dank im vorraus! :)
Letzte Änderung: 5 Jahre 9 Monate her von anuk.
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Aw: Uilleann Pipe von... gute und weniger gute Bauer 5 Jahre 9 Monate her #2

  • silbenklempner
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Hallo anuk,

auch die "Profis" werden dir nur von einer Handvoll Pipemaker aus erster Hand berichten können. Was dir alle sagen werden ist, dass es bei den Uilleann Pipes noch wichtiger als bei anderen Sackpfeifen ist, persönlichen Kontakt zum Bauer selbst oder zumindest mit erfahrenen Spielern zu haben, die sich mit den Instrumenten des Bauers auskennen. Warum das so ist? Weil nur sie wirklich beurteilen können, ob, wenn etwas nicht so tut, wie es eigentlich soll, es am Instrument, am Rohrblatt oder am Spieler liegt. Das ist für einen Anfänger nur schwer zu bestimmen, ebenso für einen, der die Instrument/Rohrblattkombination des betreffenden Makers nicht kennt. Es sind einfach zu viele Variablen. Darum spricht in Deutschland vieles für Rogge oder vielleicht noch Güntzel. Von Andreas gibt es ja auch die Poly-Practice Sets, die in der Regel günstiger sind als die Einsteigermodelle der meisten anderen Instrumentenbauer, vielleicht auch der genannten (ich glaube das Practice Set gibts für unter 700 Euro). Ein weiteres Argument ist der Wiederverkaufswert. Da steht Rogge sicher besser da als die beiden genannten.

So, du wolltest aber was über deine Vorauswahl hören:

Vignoles ist schon lange im Geschäft, das weiß ich. Kann sein, dass ich mal auf dem einen oder anderen Pipertreffen jemanden getroffen habe, der ein Set von ihm hatte, traue mir aber kein Urteil zu.

Patkos wird kontrovers diskutiert. Ich habe Lobeshymnen gelesen und das Gegenteil. Ich selbst hatte letztes Jahr mal gebrauchte Drones und Regs in H von ihm zur Ansicht (waren damals ungefähr ein Jahr alt). Die Drechsel- und Metallarbeiten waren in Ordnung. Allerdings war das Holz nicht ordentlich versiegelt, die Dimensionen fand ich seltsam (das Set war kleiner als mein Vergleichs-C-Set!) und die Reeds waren nicht spielbar. Ging sofort wieder zurück. Auf seiner Webseite schreibt Richard, er habe bei Andreas Rogge Reedmaking gelernt. Andreas kann sich nicht erinnern, wie er mir mehrfach gesagt hat. Das ist dann wohl zu lesen als: Richard hat mal einen Reedbaukurs bei Andreas besucht. Was ja an sich nichts Schlechtes ist.

Unsere österreichischen Piperfreunde können vielleicht mehr sagen, weil Richard und seine Sets dort besser bekannt sein dürften.
Letzte Änderung: 5 Jahre 9 Monate her von silbenklempner.
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Aw: Uilleann Pipe von... gute und weniger gute Bauer 5 Jahre 9 Monate her #3

  • anuk
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vielen dank silbenklempner

nun zum punkt mit dem bauer aus der nähe, ich kann mir gut vorstellen dass das sehr praktisch und hilfreich sein kann, da ich aber in der schweiz wohnehab ichs da eh etwas schwer. mir ist zumindest bis heute kein bauer in der schweiz bekannt..

wie viel kann ich den auf den klang im inet geben? diese von richard haben meiner meinung nach einen sehr shcönen klang, gerade im vergleich zu vielen anderen die ich mir bis jetzt angehört hab.

selbstverständlich habe ich vor mir einen könner zu suchen, welcher mir mit wort und tat helfen kann, die pipe zu spielen, aber bei wartefristen bis zu 1 jahr habe ich ja noch etwas zeit ;)

mfg anuk
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Aw: Uilleann Pipe von... gute und weniger gute Bauer 5 Jahre 9 Monate her #4

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Hi anuk,

das ist ein recht neues Set von Richard:

Gefällt mir auch vom Sound ziemlich gut. Und es hilft natürlich auch zu wissen, dass der Pipemaker sein Instrument spieltechnisch beherrscht. Das sollte selbstverständlich sein, ist es heutzutage aber überhaupt nicht!!

Es gibt in der Schweiz einen ausgezeichneten Pipemaker, der bei Andreas Rogge gelernt hat - Tom Aebi in Basel! Er hat in den letzten Jahren vor allem mit seinen Holzquerflöten Furore gemacht. Seine Instrumente sind Top-Qualität, sein Service auch (und er ist ein netter Kerl). Allerdings ist sein Preis schon auch "Premium".

Kennst den Uilleann Pipers Club Schaffhausen? www.pipersclub.ch ?
Das scheint ein lustiger Haufen zu sein, habe neulich ein paar von denen kennen gelernt. Die müssten einen guten Überblick über die Schweizer Piperszene haben - die gibt's wirklich - und können dir sicher sehr nützliche Tipps geben. Wende dich an die und fahr mal zur Session oder ein Tionol hin, wenn du kannst, auch wenn du noch kein Instrument hast. Von Angesicht zu Angesicht lässt sich vieles viel leichter vermitteln. Und vielleicht sucht gerade dort ein gutes Gebrauchtes ein neues Herrchen/Frauchen!
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Aw: Uilleann Pipe von... gute und weniger gute Bauer 5 Jahre 9 Monate her #5

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Hallo anuk,
wie silbenklempner schon geschrieben hat, ein Pipemaker in Deiner Nähe ist Gold wert!
Insbesondere in der Anfangszeit WIRST Du Probleme bekommen (Rohrblätter!), mit denen Du überfordert sein wirst, da ist es immens wichtig, in Deiner Nähe jemanden zu haben, der Dir helfen kann, das Instrument wieder spielbereit zu machen.
Sowohl Tom Aebi als auch Andreas Rogge sind nicht weit von Dir, wenn Du nicht viel Geld hast, ist das Poly-Set von Rogge für Dich das Instrument der Wahl.
Patkos-Instrumente kenne ich nur vom Hörensagen, bis vor einigen Tagen hatte ich nur Gutes darüber gehört, das hat sich leider mittlerweile geändert; allerdings liegen diese weniger erfreulichen Dinge, die man mir zutrug, auch schon eine Zeitlang zurück. Falls nicht schon geschehen, schau im entsprechenden Thread bei sackpfeifenbau.de nach.
Vignoles ist in der Tat schon recht lange dabei und gilt als renommierter Pipemaker. Allerdings hatte ich einmal ein Half Set von ihm hier, welches sehr schlampig gearbeitet war - nichts, was strukturell bewirkt hätte, dass das Instrument nicht spielen kann, aber eine Menge von nervtötenden Kleinigkeiten, die in der Summe bewirkten, dass es nicht spielbar war. Fazit: es musste eine nicht unbeträchtliche Summe Geld in die Aufarbeitung gesteckt werden. Auch mit der Erkennung solcher Kleinigkeiten ist man als Anfänger überfordert.
Gebrauchtinstrumente werden heute relativ häufig angeboten, ich würde mir in jedem Fall das Instrument persönlich anschauen, vorführen lassen und selbst antesten (das ist in Deinem Fall natürlich nicht möglich, also musst Du einen erfahrenen Piper suchen, den Du mitnehmen kannst). Rechne bei einem Gebrauchtinstrument vorsichtshalber den Preis für einen kompletten Satz neuer Reeds mit ein, sollte es nicht nötig sein - gut, häufig ist es aber nötig.
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