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THEMA: Dudelsack lernen im fortgeschrittenen Alter

Aw: Dudelsack lernen im fortgeschrittenen Alter 5 Jahre 6 Monate her #2

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Glückwunsch - Du hast alles so richtig gemacht, wie man es nur richtig machen kann!
Ich bin sehr zuversichtlich, dass Du nach der nötigen Zeit, die es nun mal braucht, ein richtig guter Dudelsackspieler werden kannst - weder jagst Du irgendwelchen Illusionen hinterher, noch hast Du völlig verfehlte Vorstellungen von Instrument, Musik und Lernprozess.
Bleib weiter mit beiden Füßen auf dem Boden, dann wird das.
Gruß von einem noch älteren Sack :cheer:
Letzte Änderung: 5 Jahre 6 Monate her von mick.
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Aw: Dudelsack lernen im fortgeschrittenen Alter 5 Jahre 6 Monate her #3

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Wow, das liest sich ja wie viele Anfängerthreadfragen in einer hübschen langen Geschichte zusammengepackt.

Mein Start war nicht ganz so Fehlerfrei. Aber dafür ist in meiner Geschichte das Wort Lehrer verankert. Vielleicht hast du auch noch die Möglichkeit einen solchen in deiner Umgebung zu finden?

So wie sich dein Beitrag liest wird das aber ganz sicher was. :)
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Aw: Dudelsack lernen im fortgeschrittenen Alter 5 Jahre 6 Monate her #4

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Gut, das mit dem Lehrer schwirrte mir auch im Kopf rum - allerdings ist hier in meiner Gegend diesbezügluch Diaspora.

Möchte ich auch als sehr individuell ansehen: Schon der Lehrgang hat mir aufgezeigt, wo meine Grenzen liegen. Ich hab mal kurz `ne GHB unterm Arm gehabt, witzlos...selbst beim Hümmel hab ich noch das Gefühl mit dem Druck des Oberarms `ne Kokosnuss knacken zu müssen, von der Wega "braucht wenig Druck"... :dry:
Für einen ungeübten Anfänger sind solche Aussagen eher irreführend - da wird schlicht und ergreifend für einen sauberen und langanhaltenden Ton Armschmalz für gebraucht, dem "Profi" wird das tatsächlich wenig vorkommen, `nem Neuling hingegen lässt das erst mal die Muskeln zittern.

Daher lasse ich mir in Punkto Lehrer erst mal Zeit; Noch kämpfe ich mit dem Objekt daselbst. Deswegen halte ich mich auch an das Boulangerlehrbuch und beherzige da die Mahnungen: Fundament schaffen, Ton halten, saubere Töne ohne Nebengeräusche produzieren. Da brauch ich (mit Verlaub) erst mal keinen Lehrer für, das ist schiere Fleissarbeit die sich über Wochen, vielleicht sogar Monate hinzieht.

Aber versprochen: Wenn ich das Gefühl habe der Zeitpunkt ist erreicht, ich plage mich nicht mehr beim Druckhalten, treffe die Töne die ich will, wechsele jene ohne unbeabsichtigte Nebengeräusche, dann ist auch die Zeit gekommen die Verzierungen etc einzuüben, und dann bin ich auch in der Lage dem Lehrstoff zu folgen ohne mit der Tücke des Objekts zu kämpfen, sprich, dann erscheint mir das in höchstem Grade sinnvoll.

Noch ein Tipp für den Anfänger: Ich hab mir ein sogenanntes Theraband besorgt, also dieses Gummiband für gymnastische Übungen. Das an die Klinke `ner Tür gehängt und ein paarmal täglich Zugübungen mit dem Oberarm machen. Ich hab das Gefühl dass das sehr hilfreich ist ;) - vor allem weil ich ja auch demnächst meine balggeblasene Schäferpfeife von der Wartung bekomme, da muss ich den "Balgarm" ja auch erst mal für trainieren.. :P

Gruss
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Aw: Dudelsack lernen im fortgeschrittenen Alter 5 Jahre 6 Monate her #5

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Hallo "alter Sack",

ich hab Dir ja im anderen Thread ja schon zu Deiner Vorgehensweise gratuliert.

Ich Denke dieser schöne Erfahrunsgbericht gehört eigentlich FETT hervorgehoben auf die Startseite jeder Dudelsackseite, damit Anfänger oder auch diejenigen die Dudelsack lernen wollen, einen realen Erfahrungsbericht bekommen und sich nicht alles irgendwo in irgendwelchen Foren aus tausenden Threads zusammensuchen müssen.

Wenn Du nichts dagegen hast und Stephan das machen würde, wäre das Top. Viele von uns wären froh, wenn sie es genau so gemacht hätten und nicht viel Lehrgeld bezahlt hätten.

Eigentlich wäre das etwas für eine Seite mit Namen "ich will Dudelsack spielen lernen, was sollte und muss ich wissen?" (ich glaub die sollte ich gleich mal ins leben rufen, wer würde Mithelfen?)

Gruß

Alex
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Aw: Dudelsack lernen im fortgeschrittenen Alter 5 Jahre 6 Monate her #6

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Auch wenn es dem Anfänger bei den ersten Schritten schier unmöglich scheint den Balg richtig "geblasen" zu bekommen liegt das beim Hümmelchen oder der Schäferpfeife am wenigsten an fehlendem Muskelaufbau. Diese Instrumente brauchen idR wirklich wenig Druck. Anfangs scheitert es eher an der Koordination. Reinblasen, ausgleichen und eventuell ein einfaches Liedchen trällern.
Man bläßt als Anfänger meist gegen den Armdruck, dadurch wird es anstrengender als es wirklich ist und Muskeln im Arm sowie in den Lippen ermüden unglaublich schnell.

Je nach individuum geht der Lernprozess da schneller oder langsamer. Bei mir hats glaube ich 2 oder 3 Monate gedauert bis mein Hirn alles gut Automatisiert hat. Das "Spielen" fehlte da quasi noch gänzlich.

Das wichtigste ist es Durchzuhalten.

Und beim Blasebalg geht es dann von vorne los. ;)
Wenn der linke Arm bereits Druck halten kann geht es einfacher. Aber trotzdem hat das Blasebalgspielen bei mir auch wieder 2 oder 3 Monate gedauert bis es ging.

Gestern Abend hatte ich Unterricht. Alles eingepackt und hingefahren.
Beim auspacken und zusammenbauen viel mir dann aber auf dass ich das Verbindungsstück zum Blasebalg vergessen hatte. Der Steckte noch auf der NSP die ich diesesmal nicht mithatte. :(
Da ists dann gut wenn man beides gelernt hat, denn ein Mundstück liegt immer im Koffer. ;)
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Aw: Dudelsack lernen im fortgeschrittenen Alter 5 Jahre 6 Monate her #7

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subi, ist klar dass man auf Grund der fehlenden Koordination "gegen den Arm" bläst, bleibt ja als Ungeübter nicht aus. Aber trotzdem: Auch wenn ich mich nur drauf konzentriere einen sauberen Ton zu halten - sobald die "Sackfüllung" jenen Punkt erreicht, an dem ich mit einem mittleren Atemzug den Luftvorrat wieder in die "Ausgangsposition" pusten kann erhöht sich momentan für mich die an diesem Punkt benötigte Armkraft derart, dass ich ungewollt Tonschwankungen reinbekomme. Ist vor allem bei den hohen Tönen (die ja eigentlich weniger Druck brauchen) noch klar zu hören. Je näher der Arm zum Körper rückt und umso mehr der Druck im Dudel abfällt, desto mehr müssen die Muskeln arbeiten. Kommt blöderweise beides zusammen.

Allerdings hab ich das Hümmel erst seit gut zwei Wochen zum täglichen Üben da (`tschuldigung, hab eben gemerkt das noch gar nicht geschruben zu haben :blush: ) - vorher "nur" mit der Deger und `nem Leihhümmel auf`m Lehrgang geübt. Deshalb ja das Geschreibsel hier, für mich und andere ein Erfahrungsbericht "von der Wiege auf".

@Alex, klar könnt ihr den Fred hier verwursten ;) - die "tausend Freds" hab ich auch erst mühsam durchgeackert, glücklicherweise vorab ;)
Deswegen hab ich mir, damit ich direkt anfangen konnte, auch die Deger geholt, hat man `nen Tag drauf im Postkasten - und dann hab ich mich auf die Suche nach `nem passenden "Echtsack" gemacht, hatte ja dann kwasy jede Menge Zeit.

Gruss
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