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THEMA: Schmerzen beim Dudelsackspielen

Aw: Schmerzen beim Dudelsackspielen 4 Jahre 3 Monate her #7

  • Rookiepiper
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Auch ich hatte am Anfang Probleme beim Spielen der Uilleann Pipe. Jedoch traten bei mir die Schmerzen in den Fingergelenken auf. Obwohl ich zu der Zeit schon Spielerfahrung mit anderen Sackpfeifen hatte, konnte ich kaum mehr als fünf Minuten am Stück spielen, bis heftige Schmerzen auftraten.
Diese Schmerzen waren dadurch geschuldet, dass ich den Chanter zu verkrampft hielt. Wichtig ist, die Daumen bewusst locker auf die Spielpfeife aufzulegen, denn der Daumen bestimmt die Grundspannung der Hand.
Heute habe ich keine Probleme mehr beim Spielen der UP.
Letzte Änderung: 4 Jahre 3 Monate her von Rookiepiper.
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Aw: Schmerzen beim Dudelsackspielen 4 Jahre 3 Monate her #8

  • mick
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Nahezu alle Probleme sind haltungsbedingt, daher lege ich in meinem Unterricht großes Gewicht auf eine gute Körperhaltung.
Durch die asymmetrische Schulterbelastung neigen in erster Linie die Rhombideus-Muskeln, aber auch M. deltoideus und M. levator scapulae zur chronischen Verspannung.
Dass der erhöhte Druck im Brustraum ein BWS-Problem auslöst, halte ich für unwahrscheinlich, das dürfte eher muskulär bedingt sein - abgesehen davon wäre ein signifikant erhöhter Druck im Brustraum ein Indiz für fehlerhafte Atemtechnik.
Wie schon geschrieben wurde, sind Schmerzen in den Fingergelenken üblicherweise auf verkrampfte Fingerhaltung ("Death grip") zurückzuführen, das selbe gilt für Schmerzen im Unterarm.
Schmerzen im Ellenbogen bei Uilleann Pipern sind häufig lediglich ein Hinweis auf ungenügende Polsterung des Blasebalges, ansonsten würde ich die Ursache in falscher und/oder verkrampfter Handhaltung suchen.
Eine gerade Körperhaltung ist äußerst wichtig, ansonsten kann es zu skoliotischen Veränderungen der Wirbelsäule kommen - ich empfehle, nach Möglichkeit vor einem großen Spiegel zu üben und so auf die Haltung zu achten.
Ein weiteres, häufiges Problem sind Verspannungen der Halsmuskulatur (insbesondere M. sternocleidomastoideus), bedingt durch ein zu kurzes/zu langes/falsch eingebundenes Anblasrohr oder auch durch falsche Haltung des Instruments.
Wenig beachtet werden chronische Verspannungen der Kaumuskulatur, bedingt durch unnötig festes Beißen auf das Mundstück oder vermeintlich "cooles" Halten des Mundstückes im Mundwinkel - dies kann sogar zur Arthrose des Kiefergelenks führen.
Insbesondere bei Instrumenten, die Ganzkörpereinsatz fordern (hauptsächlich blasebalgbetriebene Dudelsäcke) ist auf gute Ergonomie des Instrumentes zu achten - häufig ist ein zu kurzer/zu langer Verbindungsschlauch verantwortlich für eine schlechte Haltung. Man sollte sich nicht scheuen, mit dem Instrumentenbauer die Anpassung des Instruments auf den Körperbau zu erörtern - Instrumente werden für Menschen gebaut, nicht umgekehrt.
Das Thema ist noch lange nicht erschöpft, aber alles weitere würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.
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