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THEMA: Anfrage einer LARPerin bezüglich Dudelsack

Anfrage einer LARPerin bezüglich Dudelsack 2 Jahre 7 Monate her #1

  • Maja
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Liebe Dudelsack-Spezialisten,

bevor ihr mich aus dem Forum werft weil ich mich NICHT auskenne, sag ich dies lieber vorweg: Ich kenne mich NULL aus mit Dudelsäcken, wollte meine Frage aber lieber hier in einem Expertenforum stellen. Falls meine Idee eine totale Schnapsidee ist, bin ich nicht böse, wenn ihr mir das sagt. ;)

Also folgendes:
Ich spiele LARP (Live Action Role Play /Liverollenspiel), und ich hoffe ich werde von den Reenactors nicht direkt dafür gesteinigt... ;)
Ich spiele auf einer Larp-Veranstaltung in einer militärischen Gruppierung mit, die dieses Jahr gerne beim Marschieren Musik hätte. Wir haben bereits zwei Trommler, und überlegen nun, wie wir den melodischen Teil bewerkstelligen.
Ich und zwei andere Mädels aus der Gruppe "können" ;) Blockflöte, haben uns aber überlegt, dass diese ziemlich leise klingen werden und im Vergleich zu den Trommeln kaum hörbar sein werden... :(
Da kamen wir auf die Idee, wir könnten probieren, Dudelsack zu spielen. Nur leider haben wir keine Ahnung, ob Blockflötisten "einfach so" auf Dudelsäcke umsteigen können, und selbstverständlich ist uns bewusst, dass so ein "richtiger" Dudelsack bei 1000 Euro losgeht, aber ich habe mir überlegt, dass es evtl verschiedene Varianten davon geben könnte, die nicht so teuer sind, bzw vielleicht Alternativen, von denen wir nichts wissen..

Drum wollte ich anfragen, einerseits, ob ihr glaubt dass man mit Blockflötenkenntnissen Dudelsack spielen lernen kann (wie leicht - schwer?) bzw ob ihr eine Möglichkeit seht, wie man relativ günstig einen solchen erwerben kann. (er muss auch nicht super gut klingen, wir haben nicht vor damit Konzerte zu geben.. ;) )

Vielen Dank schonmal für eure Antwort!
Maja
Letzte Änderung: 2 Jahre 7 Monate her von Maja.
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Aw: Anfrage einer LARPerin bezüglich Dudelsack 2 Jahre 7 Monate her #2

  • subi
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Hallo Maja,

viele behaupten dass man mit der Blockflöte "schonmal" für gewisse Dudelsäcke üben kann. Dem pflichte ich aber nur in geringem Umfang bei.

Es gibt Dudelsäcke die haben die selbe bzw. eine ähnliche Griffweise wie die Blockflötenfamilie. Allerdings ist die Griffweise selbst der am einfachst zu lernende Teil.
Meine Aussage soll jetzt nicht abschreckend wirken. Wenn man gut Blockflöte spielen kann tut man sich auf jeden Fall leichter. Das "Dudelsack-spielen" ansich muss aber dennoch gelernt werden. Angefangen wird bei der Technik zum Druck-halten bei Konstantem Ton, was "reinpusten" und "armdruck-regulieren" bedeutet.

Bis man den ersten Schritt einigermaßen bis gut beherrscht können schonmal mehrere Monate vergehen, das ist normal. Wenn man es aber geschafft hat den Druck konstant zu halten, kann man sehr schöne Melodien von sich geben.

Zu den Dudelsäcken: Ja es gibt verschiedene Varianten. Angeblich über 140 verschiedene Dudelsacktypen Weltweit wovon sich viele natürlich ähneln und die alle nach dem gleichen Prinzip arbeiten.

In der "Mittelalter/Markt-Szene" haben sich Schäferpfeife, Hümmelchen und Marktsack als beliebte Instrumente herausgestellt wobei letzerer wegen der enormen Lautstärke oft bei MA-Pseudo-Bands anzutreffen ist. Ein Hümmelchen darf man als leise bezeichnen, etwa auf der Lautstärke der Blockflöte.
Die Schäferpfeife ist ebenso ein lautes Instrument, allerdings nicht so laut wie ein "lauter" Marktsack.
Über die schottische Greater Highland Bagpipe kann ich leider nichts berichtet ausser dass sie bei der selben Lautstärke wie der Marktsack liegt.
Von den genannten Instrumenten ist der Marktsack der einzige der in unserer Moderne entwickelt wurde (~80er Jahre). Der Rest hat seine Wurzeln im Mittelalter, allerdings weiterentwickelt/nachgebaut und Histosch nicht unbedingt 100%.

Du kannst dir ja mal Infos über die genannten Instrumente Sammeln und dann weitere Fragen stellen.

Erwähnt sei aber noch dass Dudelsäcke sich nur bedingt für kaltes Wetter und schon gar nicht für Regenwetter im freien taugen.

Edit:Maja schrieb:
(er muss auch nicht super gut klingen, wir haben nicht vor damit Konzerte zu geben.. ;) )
Wichtig ist in erster Linie dass das Instrument funktioniert. Um den Klang kann man sich Kümmern wenn man spielen kann. Wenn ein Instrument nicht ordentlich funktioniert, wird man als Anfänger schnell den Willen verlieren dieses zu erlernen. Daher wirst du um eine Mindestmenge an € nicht umher kommen auszugeben.
Letzte Änderung: 2 Jahre 7 Monate her von subi.
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Aw: Anfrage einer LARPerin bezüglich Dudelsack 2 Jahre 7 Monate her #3

  • stephan
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Hallo Maja,
zu Deiner Frage fällt mir spontan die Seiten-, Quer-, Schweizer- bzw. Schwegelpfeife ein. Die ist erstens das typische Instrument für Militärmarschmusik, zweitens für Blockflötisten leicht zu erlernen (nur der Ansatz ist anders) und drittens erheblich billiger als ein Dudelsack. Nähere Informationen findest Du z.B. hier: www.tritonus.ch/Instrumentenordner/Schwegel.htm
Dudelsack in der Militärmusik findet man tatsächlich nur in Schottland, und auch da erst in neuerer Zeit. Von dem her wäre die Pfeife, gerade in der Kombination mit Trommel (das Landsknechts-Spil) das Instrument Deiner Wahl.

Viele Grüße
Stephan
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Aw: Anfrage einer LARPerin bezüglich Dudelsack 2 Jahre 7 Monate her #4

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Hallo Maja,

selbst wenn du gleich morgen anfangen würdest zu üben wird es schwierig noch dieses Jahr irgendeinen Dudelsack gut spielen zu können. Schon gar nicht im Marschieren, was das Druckhalten nochmal erschwert.
Mir fallen folgende Alternativen ein:
  • Schalmei/Rauschpfeife
  • Im Prinzip das gleiche wie die Spielpfeife eines Marktsackes (laut), nur mundgeblasen. Bei der Schalmei spielst du direkt auf dem Rohrblatt, bei der Rauschpfeife hast du einfach noch eine Windkapsel obendrauf. Die meisten modernen Schalmeien und Rauschpfeifen haben eine offene, deutsche Griffweise.
  • Cornamuse oder Krummhorn
  • Gibt es mit barocker Griffweise, sind allerdings auch nicht viel lauter als eine Blockflöte.

Beste Grüße
Markus
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Aw: Anfrage einer LARPerin bezüglich Dudelsack 2 Jahre 7 Monate her #5

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Vielen Dank für eure lieben Antworten,

ich habe mir die von euch genannten Instrumente alle mal angeschaut, und wir sind übereingekommen, es mal mit dem Schwegel /Querpfeife/Marsch-/Trommelflöte zu probieren. Vor allem dass die ähnlich gegriffen wird wie die Blockflöte, macht uns da schon sehr viel mehr Mut! :)

Vielen Dank nochmal!
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