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THEMA: GHB bekommen und völlig am verzweifeln

GHB bekommen und völlig am verzweifeln 4 Jahre 2 Monate her #1

  • Arsen
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Hallo,

Vor etwas mehr als einem Jahr hat ein langjähriger Wunsch endlich Gestalt angenommen: Ich mich entschlossen, die GHB zu lernen. :) Nachdem ich mich im Internet schlau gemacht hatte und glücklicherweise an meinem Studienstandort sogar einen Lehrer finden konnte, stand meiner Karriere nichts mehr im Wege ;)

Ich habe 1x die Woche Unterricht genossen und zu Hause auch sehr fleißig geübt, sodass mein Lehrer vor einigen Wochen meinte, wir könnten meine GHB endlich bestellen....als dann vor 2 Wochen der große Moment gekommen ist, bin ich vor Freude fast geplatzt :cheer: Das Gefühl, wenn man dieses Instrument zum ersten mal in seinen Händen hält und praktisch ein Traum wahr wird.....das brauche ich hier wohl niemandem zu beschreiben :)

Tjo, das war das Gefühl von vor 2 Wochen :P Mittlerweile bin ich völlig frustriert und stand schoneinmal kurz davor, alles hinzuwerfen... :dry:
Das ganze letzte Jahr über habe ich mir wirklich sehr viel Mühe gegeben und das Üben wirklich durchgezogen....und jetzt stehe ich vor meiner Bagpipe und bekomme kaum ein Ton raus...und auch nach 2 Wochen scheints mir nicht menschenmöglich, dass ich das jemals hinbekomme.

Ich möchte hier wirklich nicht rumjammern, aber es ist so frustrierend - da kniet man sich ein Jahr voll rein, nur, um dann praktisch wieder bei Null anfangen zu müssen....
Mein Lehrer ist mir übrigens leider auch keine allzu große Hilfe - er ist einfach nicht der Motivations-Typ, der ein paar aufbauende Worte übrig hat.


Wie ergings denn euch damals? Wie lange habt ihr denn benötigt, damit das bei euch geklappt hat? Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für mich? :)


Liebe Grüße,
Arsen
Letzte Änderung: 4 Jahre 2 Monate her von Arsen.
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Aw: GHB bekommen und völlig am verzweifeln 4 Jahre 2 Monate her #2

  • mick
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Es hat seinen guten Grund, dass man sich schon vor langer Zeit entschlossen hat, das feinmotorische Erlernen der Fingertechniken und die physische Anstrengung der Bewältigung von Luftmenge und Druck voneinander abzukoppeln...
Beides erfordert zu Anfang die volle, ungeteilte Aufmerksamkeit und Körperbeherrschung, so dass beides gleichzeitig nicht zu bewerkstelligen wäre.
Dass Du jetzt das Gefühl hast, bei wieder Null anfangen zu müssen, liegt ganz einfach daran, dass Du tatsächlich bei Null anfängst - beim zweiten Teilbereich des Bagpipings.
Falls es Dir ein Trost ist: mir ging es damals nicht besser, auch ich dachte "das ist nicht menschenmöglich, das kann niemand spielen" - natürlich wusste ich, dass es durchaus Menschen gibt, die das können, und sogar sehr viele - in Schottland und Irland hatte ich zehnjährige Mädchen gesehen, die das konnten... das hat mir letztlich den Antrieb gegeben, es durchzuhalten, und ich war stolz wie Oskar, als es mir nach mehreren Wochen täglichen Übens gelungen ist, den A-Teil (ohne Wiederholung) eines Stückes durchzuspielen. Danach kamen die Fortschritte deutlich schneller.
Da Du einen Lehrer hast, denke ich, die Qualität und Funktion Deines Instruments stehen außer Frage. Dennoch sind die meisten Chanter Reeds für Anfänger zu schwergängig - also entweder: ein extra leichtes Reed besorgen, oder das vorhandene Reed leichter machen (das sollte Dein Lehrer können). Dass darunter Lebensdauer und Klangqualität des Reeds leiden, sollte hier keine Rolle spielen - ein Reed, welches Du gar nicht spielen kannst, nützt Dir auch nichts.
Des weiteren solltest Du anfangs alle Drones verschließen - der Fachhandel hält hierfür spezielle "Drone plugs" bereit, jeder Laborbedarfshandel hat zu geringeren Preisen ein beinahe unerschöpfliches Sortiment an Gummistopfen aller Größe, auf Dauer lohnt es sich, genügend in verschiedenen Größen zu holen, dass Du bei Bedarf nicht nur die Drones, sondern auch jeden Stock verschließen kannst.
Mit leichterem Reed und ohne Drones beginnst Du jetzt, einzelne lange Töne zu spielen - dabei musst Du darauf achten, nicht Deine Atmung gegen Deinen Arm kämpfen zu lassen - soll heißen, während des Nachpustens verminderst Du den Armdruck, während des Luftholens verstärkst Du ihn, nachgepustet wird erst, wenn der Sack soweit leergespielt ist, dass ein tiefer Atemzug überhaupt hineinpasst. WICHTIG: der Spieldruck kommt in jedem Fall vom Arm, NICHT aus der Lunge!
Bis sich dieser Ablauf eingeschliffen und verselbständigt hat, können ohne Weiteres mehrere Wochen vergehen, es hat keinen Sinn, in dieser Zeit schon Stücke spielen zu wollen.
Erst, wenn das problemlos funktioniert, d.h. wenn Du ohne Schwierigkeiten einzelne Töne stabil über mehrere Phasen des Pustens und Drückens halten kannst, kannst Du beginnen, ein möglichst einfaches Stück langsam zu spielen - Du wirst vermutlich merken, dass das wieder ein ganz neuer Schwierigkeitsgrad ist.
Wenn das auch klappt, kannst Du den ersten (Tenor-)Bordun öffnen und mitlaufen lassen, auch das ist durch den erhöhten Luftverbrauch anfangs nicht leicht.
Das mag jetzt alles mühselig und langweilig erscheinen, aber da muss einfach JEDER durch - und es gibt weltweit etliche Hunderttausende, die diesen Weg gemeistert haben!
Noch ein Wort zu Deinem Lehrer: ich möchte ihn hier nicht kritisieren, aber meines Erachtens hätte er Dir alles, was ich hier geschrieben habe, sagen sollen - und auch die Motivation ist eine vorrangige Aufgabe des Lehrers.
Ich wünsche Dir das Durchhaltevermögen, welches Du brauchst, und viel Erfolg, der Dich dafür belohnen wird!
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Aw: GHB bekommen und völlig am verzweifeln 4 Jahre 2 Monate her #3

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Auch mit einem Dudelsack der weniger Druck braucht hat man Anfangs so seine Schwierigkeiten. Die Koordination zwischen Atmung, Armdruck und Fingern ist für unser Hirn schon eine ganz schöne Herausforderung welche dieses erstmal "automatisieren" muss. Bei Instrumenten die viel Druck brauchen kommt noch eine starke Körperliche anstrengung hinzu die man wohl durch das tägliche Üben erleichtert.

Zu deiner Frage wie lange es bei uns gedauert hat.
Ich selbst spiel Hümmelchen und Schäferpfeife. Beide brauchen relativ wenig Druck.
Töne rauszubekommen war nicht sonderlich schwer.
Aber den Druck konstant zu halten und dabei noch einfachste Melodien spielen zu können hat bei mir wohl so 2 Monate gedauert.

Jetzt lerne ich noch NSP mit Blasebalg und anfangs schien mir die Koordination zwischen Blasebalg, Luftsack und neuer Griffweise auch unmöglich. ;)

Gut Ding braucht weile und viel Übung. Durchhalten und freuen wie es besser und besser wird. ;)
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Aw: GHB bekommen und völlig am verzweifeln 3 Jahre 10 Monate her #4

  • Annika
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Vielleicht ist es einfacher für dich , wenn du erstmal die Drones zu machst .. dafür gibts so Gummi Stopfen :)

Ich hab auch vor knapp 2 Jahren angefangen und stand vor dem selben Problem ..
Aber einfach die Drones zumachen , dann ist es viel einfacher :)
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Aw: GHB bekommen und völlig am verzweifeln 3 Jahre 10 Monate her #5

  • mick
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Abgesehen davon, dass ich vor längerer Zeit dasselbe auch schon geschrieben habe - ich denke nicht, dass "Arsen" noch Interesse an einer weiteren Antwort hat, er hat sich nie wieder hier zu Wort gemeldet.
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Aw: GHB bekommen und völlig am verzweifeln 3 Jahre 10 Monate her #6

  • Annika
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Hab Ich nicht gesehen .. Sorry
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