Violetta: Mandra Mea

CD-Neuerscheinung mit Musik des 12. bis 14. Jahrhunderts


"Violetta" heißt die mehr strikte Mittelalter-Abteilung des Ensembles VIOLET, die mit einem reichhaltigen mittelalterlichen Instrumentarium Musik des 12. bis 15. Jahrhunderts sowie einige rumänische Folklorestücke auf ihrer CD "Mandra Mea" eingespielt hat. So ist auch der Titel rumänisch und bedeutet soviel wie "Mein Augenstern".

Auf der CD sind neben Hackbrett, Blockflöten, Schalmei, Saz, Davoul, Tamburin, Timbeln und diversen Trommeln auch die Borduninstrumente Drehleier und Sackpfeife zu hören. Dabei ist die Sackpfeife vom flämischen Typus und tritt, wiewohl in acht der 15 Tracks vertreten, nur selten in den Vordergund. Die auffälligen Merkmale von "Violetta" sind eher der z.T. mehrstimmige weibliche Gesang, der oft an irisch-keltische Gruppen mehr moderner Ausrichtung erinnert, und der ausgiebige, jedoch nicht übermächtige Einsatz verschiedenen Schlagwerks.

Für den Freund der Bordunmusik ist verhältnismäßig wenig geboten, denn außer in der Einspielung der altbekannten Skudrinka ist die Sackpfeife kaum einmal das führende Instrument. Das bordunmäßig gesehen interessanteste Element ist die Melodie "Beata viscera", die Bianca Stücker solistisch auf dem Hackbrett und mit ihrer bemerkenswerten Stimme vorträgt.

Insgesamt gesehen liegt mit "Mandra mea" eine solide Einspielung manch bekannter und auch weniger bekannter Mittelaltermelodien vor, die mit einem zusätzlichen Textblatt auch anspruchsvollere Musikliebhaber zufriedenstellt. Die CD erscheint im September 2005 bei AUTOGRAM Records.

Infos bei http://www.ensemble-violetta.de